NFSv4 Windows Server Share mounten

November 17th, 2017 No comments

Ein Linux Server soll ein NFSv4 Share, welches von einem Windows Server bereitgestellt wird mounten.

Das “normale” Kommando hierfür wäre:

mount -t nfs4 1.2.3.4:/share /local/dir/

Dies führt allerdings leider zu:

mount.nfs4: Protocol not supported

Das Geheimnis ist, das Windows nur NFSv4.1 unterstützt, man muss diese spezielle Unterversion also angeben:

mount -t nfs4 -o minorversion=1 1.2.3.4:/share /local/dir/

Categories: Linux, Netzwerk, Windows Tags:

eSATA / USB3.0 Gehäuse FANTEC QB-35US3-6G Review

November 9th, 2017 No comments

Auf der Suche nach einem günstigen eSATA Gehäuse bin ich auf das FANTEC QB-35US3-6G bei Amazon gestoßen.
Die Bewertungen sind größtenteils positiv, allerdings werden öfters einige Punkte angekreidet, auf die ich noch näher eingehen möchte.
Aktuell habe ich das Gehäuse per USB 3.0 mit 4x 1TB Festplatten im Einsatz, es wird als Mirror für Backups verwendet. Warum USB statt eSATA? Problemem mit dem SATA Port Multiplier – mehr dazu weiter unten im Text.

Meine Bewertung des Gehäuses:

– Qualität des Gehäuses
Das Gehäuse ist komplett aus Plastik, was zwar unschön ist, aber kein Problem darstellt. Viel eher ein Problem ist der Stromanschluss, ein externes Netzteil, welches an der rechten Seite des Gehäuses eingesteckt wird. Man kann also nicht so einfach 2 Gehäuse direkt nebeneinander stellen, denn der Stromstecker ist dann im Weg.
Was in den Amazon Bewertungen auch öfters bemängelt wird, ist die Frontklappe des Gehäuses: Beim Öffnen fällt diese sehr leicht aus ihrer Verankerung. In Meinem Fall ist das kein Problem, denn solange man die Klappe nicht öffnet, sitzt sie fest – und ich werde nicht täglich Festplatten wechseln. Im Handbuch ist dieser Mechanismus auch als gewollt beschrieben, da man die Klappe dann auch noch entfernen kann, wenn sie falsch eingesetzt wurde.
– Lautstärke
Es wird sich in den Bewertungen öfters beschwert, dass das Gehäuse laut wäre. Dem kann ich so nicht zustimmen. Der Lüfter ist sicherlich nicht der leiseste und sein Lager klackert leicht, aber laut ist etwas anderes (ich komme allerdings auch aus der Server-Welt, also messe da in anderen Maßstäben).
Bei mir läuft der Lüfter auf automatischer Regelung, er ist recht leise, das Lager ist aber sehr billig und klackert leicht. In einem geschlossenen Netzwerkschrank wie bei mir ist der Lüfter aber nicht hörbar.
– Kompatibilität
Ich kann nur aus der Linux-Sicht sprechen, denn bei mir läuft das Gehäuse an einem Centos 7 mit Mainline Kernel.
Mit dem Thema Kompatibilität sieht es leider nicht ganz so rosig aus, speziell wenn man das Gehäuse per eSATA betreiben möchte.

  • USB
    Im USB Modus dauert die Initialisierung der Festplatten bei mir recht lange, so ca. 20-30 Sekunden. Dadurch wird der Bootprozess des Servers extrem verlangsamt – sehr unschön, aber bei einem Server verschmerzbar.
    Der Datendurchsatz liegt auf einem MD Raid 5 bei rund 80 MB/s schreibend.
  • eSATA
    Die initialisierung der Festplatten geht im eSATA Modus sehr viel schneller als im USB Modus, in rund 10 Sekuden sind alle Festplatten an das System gemeldet – wenn das System den SATA Port Multiplier unterstütz.
    Hier gibt es einen nicht zu kleinen Stolperstein zu beachten: Die meisten Intel SATA Chipsätze unterstützen keinen Port Multiplier, also wird nur die erste Festplatte des Gehäuses erkannt.
    Auch ich bin direkt in dieses Fettnäpfchen getreten 🙁
    Eine günstige Steckkarte mit ASMEDIA ASM1061 Chipsatz hat bei mir jedoch für Abhilfe geschaffen. Der ASMEDIA Chipsatz untertstützt SATA Port Multiplier und an diesem Controller werden alle Festplatten erkannt.
    Der Datendurchsatz lag auf einem MD Raid 5 bei rund 50 MB/s schreibend, also klar schlechter als über USB.
    Das ultimative aus für den Port Multiplier kam bei mir jedoch in einer Situation, wo das System unter Last stand: MD Raid war am prüfen der Konsistenz und der Backup Job hat Daten repliziert, eigentlich keine ungewähnliche Situation. Irgendwie gab es aber unter der hohen Last Kommunikationsprobleme zwischen Controller und Port Multiplier, und plötzlich hat der Kernel die Festplatten wegen eben dieser Probleme aus dem System geworfen 🙁
    Die Fehlermeldungen waren:

kernel: ata7.00: failed to read SCR 1 (Emask=0x40)

kernel: ata7.13: failed to read SCR 1 (Emask=0x40)
kernel: ata7.14: failed to read SCR 1 (Emask=0x40)

ata7.15: exception Emask 0x10 SAct 0x0 SErr 0x1400000 action 0x6 frozen
ata7.15: irq_stat 0x08000000, interface fatal error
ata7.15: SError: { Handshk TrStaTrns }
ata7.00: exception Emask 0x100 SAct 0x0 SErr 0x0 action 0x6 frozen
ata7.00: failed command: WRITE DMA EXT
ata7.00: cmd 35/00:40:c0:b9:00/00:05:17:00:00/e0 tag 2 dma 688128 out#012 res 50/00:00:7f:de:00/00:00:17:00:00/e7 Emask 0x100 (unknown error)
ata7.00: status: { DRDY }
ata7.01: exception Emask 0x100 SAct 0x0 SErr 0x0 action 0x6 frozen

ata7.14: exception Emask 0x100 SAct 0x0 SErr 0x0 action 0x6 frozen

ata7.15: hard resetting link
ata7.15: softreset failed (1st FIS failed)
ata7.15: hard resetting link
ata7.15: softreset failed (1st FIS failed)
ata7.15: hard resetting link
ata7.15: softreset failed (1st FIS failed)
ata7.15: limiting SATA link speed to 3.0 Gbps
ata7.15: hard resetting link
ata7.15: softreset failed (1st FIS failed)
ata7.15: failed to reset PMP, giving up
ata7.15: Port Multiplier detaching
ata7.00: disabled

Seit diesem Fehler hängt das Gehäuse per USB 3.0 am Server, es wird sich zeigen ob die Kommunikation nun stabil ist – bisher gibt es keine Probleme.

Categories: Hardware, Linux Tags:

MSI MS-S0891 BIOS flashen

October 20th, 2017 No comments

Das MSI Mainboard MS-S0891 ist ein spezielles Mini ITX Server Mainboard, und dies bringt einige nervige “Features” mit:

  • Es ist äußerst pingelig was RAM angeht
  • Es lässt sich nicht ohne weiteres ein BIOS Update machen

Bei MSI bekommt man zwar ohne Probleme das BIOS Update zum runterladen angeboten, beim Flashen gibt es aber nur die Fehlermeldung “The host CPU does not have write access to the target flash area”.

MSI ist hier ganz schlau und hat auf dem Board einen undokumentierten Jumper verbaut, der gesetzt werden muss!

Categories: Hardware Tags:

DHCP Probleme mit UniFi APs

March 11th, 2017 No comments

Die Firmware die aktuell mit dem UniFi 5.4.11 Controller (und evtl. auch vorherigen Versionen) verteilt wird hat einen “Bug” – genau genommen ein verändertes Verhalten, welches Probleme mit DHCP verursachen kann.
Bei mir waren Geräte hinter einer WLAN Bridge (also einem WLAN zu LAN “Wandler”) nicht mehr in der Lage ihre IP per DHCP zu beziehen. Mit fixer IP gab es keine Probleme.

Lösung des Problem ist die UniFi Firmware 3.7.40 (muss manuell geflasht werden), hier der wichtige Auszug aus dem Changelog:

[UAP] Revert DHCP broadcast to unicast conversion as default behaviour. It will be a configurable option in controller UI in a future release.

Mit dieser Firmware auf den APs sind die DHCP Probleme behoben.

Categories: Netzwerk Tags: , , ,

Rust Dedicated Server auf CentOS 6

March 8th, 2016 3 comments

Einen Dedicated Server für Rust unter CentOS 6 zum laufen zu bekommen steht unter keinem guten Stern: Rust wird über Steam vertrieben und Steam unterstützt nur eine sehr begrenzte Anzahl von Linux Distrubtionen (Link) – CentOS 6 ist nicht dabei.
Mit ein wenig Arbeit klappt es am Ende aber doch 🙂

Auf die folgenden Fehler wird man im laufe der Installation stoßen:
– (1) Rust startet nicht wegen fehlenden Bibliotheken
./RustDedicated: /lib64/libm.so.6: version `GLIBC_2.15' not found (required by ./RustDedicated)
./RustDedicated: /lib64/libc.so.6: version `GLIBC_2.15' not found (required by ./RustDedicated)
./RustDedicated: /lib64/libc.so.6: version `GLIBC_2.14' not found (required by ./RustDedicated)
./RustDedicated: /usr/lib64/libstdc++.so.6: version `GLIBCXX_3.4.15' not found (required by ./RustDedicated)

– (2) Rust scheint zu starten, hängt aber in einem undefinierten Zustand
Screen Output ist folgendes:
Set current directory to /home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated
Found path: /home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated
Mono path[0] = '/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated_Data/Managed'
Mono path[1] = '/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated_Data/Mono'
Mono config path = '/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated_Data/Mono/etc'

Danach passiert einfach nichts.

So sollte es am Ende klappen:

1. Steam und Rust Server installieren
Am besten folgt man hierzu der offiziellen Installationsanleitung des Rust Teams.

2. Fehlende Libraries installieren (behebt Fehler 1)
Mit Hilfe eines Posts aus dem Scientific Linux Forums (Link) habe ich herausgefunden welche Pakete man von Ubuntu unter CentOS nutzen kann um die fehlenden Libraries zu bekommen.
Ob sie wirklich alle benötigt werden habe ich nicht getestet.

wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/e/eglibc/libc6_2.15-0ubuntu10.13_amd64.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/e/eglibc/libc6_2.15-0ubuntu10.13_i386.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libgcc1_4.6.3-1ubuntu5_i386.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libgcc1_4.6.3-1ubuntu5_amd64.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libstdc++6_4.6.3-1ubuntu5_i386.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libstdc++6_4.6.3-1ubuntu5_amd64.deb

Dann wird für jedes *.deb File folgendes durchgeführt: Debian File entpackt mit dem Befehl “ar vx “. Es werden 3 Dateien entpackt, uns interessiert die data.tar.gz. Diese Datei wird wieder entpackt mit dem Befehl “tar -xzvf data.tar.gz”. Das ganze sollte man in einem leeren Verzeichnis machen.
Am Ende hat mal eine kleine Verzeichnisstruktur mit den Libraries die Steam fehlen.

3. Startscript erstellen (behebt Fehler 2)
Damit Rust nun die benötigten Libraries auch findet, wird der Suchpfad für Libraries erweitert.
Ganze wichtig: Im Script muss vor dem Start des Rust Servers in dessen Verzeichnis gewechselt werden! Vergisst man das, bleibt der Server beim starten einfach hängen.

#!/bin/bash
#In die nächste Zeile kommen die Pfade
#wohin ihr die Libraries entpackt habt
export STEAM_HOME="/home/rustserver/steamlib/lib/x86_64-linux-gnu:/home/rustserver/steamlib/lib/i386-linux-gnu/"
if [[ -n "$LD_LIBRARY_PATH" ]]; then
LD_LIBRARY_PATH="$STEAM_HOME:$LD_LIBRARY_PATH"
else
LD_LIBRARY_PATH="$STEAM_HOME"
fi
export LD_LIBRARY_PATH

RUST_SERVER_PATH=/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated

#Ohne die nächste Zeile starte der Server nicht richtig!
cd $RUST_SERVER_PATH

$RUST_SERVER_PATH/RustDedicated -batchmode -logfile gamelog.txt

Viel Spaß mit eurem nun hoffentlich funktionierenden Rust Server 🙂

Categories: Linux Tags:

Windows Update reparieren

February 14th, 2016 No comments

Auf einem PC wo ich von Vista auf Windows 7 ein Upgrade durchgeführt hatte, gingen keine Windows Updates mehr. Selbst eine manuelle Installation schlug fehl, da jedes Paket vor der Installation erstmal prüft ob es bereits installiert ist – und an dieser Stelle liefen die Updates sich immer tot.
Alle von Microsoft bereitgestellten FixIts brachten leider nichts, aber dann stieß ich durch Zufall auf folgenden Technet Post: WUSA is "Searching for installed updates" forever

Das Kommando, welches der User “svhelden” dort vorschlägt (und ein Neustart des Windows Update Dienstes) löste auch mein Problem:

cd C:\Windows\System32\wbem\AutoRecover
for /f %s in ('dir /b *.mof *.mfl') do mofcomp %s

Categories: Windows Tags:

Error 0x80070780: The file cannot be accessed by the system

November 24th, 2015 No comments

Wenn man von einem Laufwerk keine Dateien mehr lesen kann (das Anzeigen der Namen / Ordner klappt hingegen wunderbar), und Windows den Fehler “Error 0x80070780: The file cannot be accessed by the system” meldet könnte das mit der Deduplication zusammenhängen.
In meinem Fall hatte ich ein Laufwerk von einem alten Windows Server 2012 eingebaut und erhielt genau diesen Fehler.
Lösung:
Auf dem Server wo das Problem auftritt unter den Server Roles-> “File and Storage Services” die “Data Deduplication” installieren. Danach war der Zugriff auf die Daten wieder möglich.

Categories: Windows Tags:

AltGr Taste funktioniert nicht

November 13th, 2015 No comments

Ich hatte gerade ein sehr nerviges Problem: Plötzlich ging bei mir die AltGr Taste nicht mehr, stattdessen musste ich immer CTRL+ALT drücken um das Zeichen zu bekommen was ich wollte. Tastaturlayout war ok eingestellt, bewusst verändert hatte ich auch nichts, also was zum Geier …

In einem Forum fand ich die Lösung für das Problem: Ich hatte eine RDP Session offen und diese scheint irgendwie mit AltGr zu interferieren.
AltGr bekam ich folgendermaßen zurück: Das RDP Fenster aktivieren, ALT+Return drücken – fertig. Danach ging die Taste wie gewohnt wieder.

Categories: Windows Tags:

Spacewalk – Remote Commands nicht ausführbar

October 7th, 2015 1 comment

Problem:

Auf einem Spacewalk Client lassen sich Remote Commands, egal welcher Inhalt, nicht ausführen.
Im Event-Log sieht man nur folgenden Fehler: Client execution returned “Script failed” (code 1).
Auf dem Client PC sieht man per Verbose Logging (vorher OSAD Dienst stoppen):
#rhn_check -vvv

...
D: do_call script.run(27, {'username': 'root', 'groupname': 'root', 'now': '2015-10-07 16:59:08', 'timeout': 600, 'script': '#!/bin/sh\n# Add your shell script below\nlogger bla'}){'cache_only': None}
D: Sending back response(1, 'Script failed', {'output': '', 'base64enc': 1, 'process_end': '2015-10-07 16:59:08', 'return_code': 256, 'process_start': '2015-10-07 16:59:08'})
...

Lösung:
Das Problem ist auch bei Redhat schon bekannt , leider bekommt man die Lösung nicht ohne Redhat Subscription angezeit.

In meinem Fall war die Lösung recht simpel:
/var war mit der Option “noexec” gemounted

mount -o remount,exec /var

Und schon liefen die Scripts auf dem Client 😀

Update:
Alternativ kann man auch den Pfad /var/spool/rhn per Symbolic Link auf ein Device welches mit Exec-Rechten gemountet ist legen.

Categories: Linux Tags:

Domain Controller Upgrade / Adprep hängt

January 16th, 2015 No comments

Beim Upgrade eines Domain Controller von Windows Server 2003 zu Windows Server 2008 R2 stieß ich auch folgendes Problem:
Um den Domain Forest auf die neue Struktur vorzubereiten, gibt es von Microsoft das Tool Adprep, welches sich auch der Server 2008 CD befindet.
Dieses Tool kopiert man auf den Server 2003 und führt es dort aus “adprep /forestprep”. Bei mir jedoch machte das Tool erstmal … nichts. Es blinkte der Cursor und sobald man die Eingabetaste gedrückt hat ging das Programm wieder zu und das war’s.

Die Ursache des Problems war folgende: Der Server 2003 war in englischer Sprache installiert, ich hatte aber nur eine Server 2008 CD in Deutsch zur Hand.
Das Tool Adprep ist Multi-Language, es wird aber jeweils nur die Anzeigesprache der Installations-CD mitgeliefert (gut gemacht Microsoft!). In meinem Fall hieß das: Im Programmordner lag nur ein “de-de” Verzeichnis, das Programm hat aber die Sprachdateien von “en-us” gesucht.
Das Problem war also recht einfach zu Lösen: Einfach das “de-de” Verzeichnis nach “es-us” kopiert und schon lief der Tool wie erwünscht.

Categories: Windows Tags: