Rust Dedicated Server auf CentOS 6

March 8th, 2016 3 comments

Einen Dedicated Server für Rust unter CentOS 6 zum laufen zu bekommen steht unter keinem guten Stern: Rust wird über Steam vertrieben und Steam unterstützt nur eine sehr begrenzte Anzahl von Linux Distrubtionen (Link) – CentOS 6 ist nicht dabei.
Mit ein wenig Arbeit klappt es am Ende aber doch :)

Auf die folgenden Fehler wird man im laufe der Installation stoßen:
– (1) Rust startet nicht wegen fehlenden Bibliotheken
./RustDedicated: /lib64/libm.so.6: version `GLIBC_2.15' not found (required by ./RustDedicated)
./RustDedicated: /lib64/libc.so.6: version `GLIBC_2.15' not found (required by ./RustDedicated)
./RustDedicated: /lib64/libc.so.6: version `GLIBC_2.14' not found (required by ./RustDedicated)
./RustDedicated: /usr/lib64/libstdc++.so.6: version `GLIBCXX_3.4.15' not found (required by ./RustDedicated)

– (2) Rust scheint zu starten, hängt aber in einem undefinierten Zustand
Screen Output ist folgendes:
Set current directory to /home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated
Found path: /home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated
Mono path[0] = '/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated_Data/Managed'
Mono path[1] = '/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated_Data/Mono'
Mono config path = '/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated/RustDedicated_Data/Mono/etc'

Danach passiert einfach nichts.

So sollte es am Ende klappen:

1. Steam und Rust Server installieren
Am besten folgt man hierzu der offiziellen Installationsanleitung des Rust Teams.

2. Fehlende Libraries installieren (behebt Fehler 1)
Mit Hilfe eines Posts aus dem Scientific Linux Forums (Link) habe ich herausgefunden welche Pakete man von Ubuntu unter CentOS nutzen kann um die fehlenden Libraries zu bekommen.
Ob sie wirklich alle benötigt werden habe ich nicht getestet.

wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/e/eglibc/libc6_2.15-0ubuntu10.13_amd64.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/e/eglibc/libc6_2.15-0ubuntu10.13_i386.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libgcc1_4.6.3-1ubuntu5_i386.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libgcc1_4.6.3-1ubuntu5_amd64.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libstdc++6_4.6.3-1ubuntu5_i386.deb
wget http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/g/gcc-4.6/libstdc++6_4.6.3-1ubuntu5_amd64.deb

Dann wird für jedes *.deb File folgendes durchgeführt: Debian File entpackt mit dem Befehl “ar vx “. Es werden 3 Dateien entpackt, uns interessiert die data.tar.gz. Diese Datei wird wieder entpackt mit dem Befehl “tar -xzvf data.tar.gz”. Das ganze sollte man in einem leeren Verzeichnis machen.
Am Ende hat mal eine kleine Verzeichnisstruktur mit den Libraries die Steam fehlen.

3. Startscript erstellen (behebt Fehler 2)
Damit Rust nun die benötigten Libraries auch findet, wird der Suchpfad für Libraries erweitert.
Ganze wichtig: Im Script muss vor dem Start des Rust Servers in dessen Verzeichnis gewechselt werden! Vergisst man das, bleibt der Server beim starten einfach hängen.

#!/bin/bash
#In die nächste Zeile kommen die Pfade
#wohin ihr die Libraries entpackt habt
export STEAM_HOME="/home/rustserver/steamlib/lib/x86_64-linux-gnu:/home/rustserver/steamlib/lib/i386-linux-gnu/"
if [[ -n "$LD_LIBRARY_PATH" ]]; then
LD_LIBRARY_PATH="$STEAM_HOME:$LD_LIBRARY_PATH"
else
LD_LIBRARY_PATH="$STEAM_HOME"
fi
export LD_LIBRARY_PATH

RUST_SERVER_PATH=/home/rustserver/Steam/steamapps/common/rust_dedicated

#Ohne die nächste Zeile starte der Server nicht richtig!
cd $RUST_SERVER_PATH

$RUST_SERVER_PATH/RustDedicated -batchmode -logfile gamelog.txt

Viel Spaß mit eurem nun hoffentlich funktionierenden Rust Server :)

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Windows Update reparieren

February 14th, 2016 No comments

Auf einem PC wo ich von Vista auf Windows 7 ein Upgrade durchgeführt hatte, gingen keine Windows Updates mehr. Selbst eine manuelle Installation schlug fehl, da jedes Paket vor der Installation erstmal prüft ob es bereits installiert ist – und an dieser Stelle liefen die Updates sich immer tot.
Alle von Microsoft bereitgestellten FixIts brachten leider nichts, aber dann stieß ich durch Zufall auf folgenden Technet Post: WUSA is "Searching for installed updates" forever

Das Kommando, welches der User “svhelden” dort vorschlägt (und ein Neustart des Windows Update Dienstes) löste auch mein Problem:

cd C:\Windows\System32\wbem\AutoRecover
for /f %s in ('dir /b *.mof *.mfl') do mofcomp %s

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Error 0x80070780: The file cannot be accessed by the system

November 24th, 2015 No comments

Wenn man von einem Laufwerk keine Dateien mehr lesen kann (das Anzeigen der Namen / Ordner klappt hingegen wunderbar), und Windows den Fehler “Error 0x80070780: The file cannot be accessed by the system” meldet könnte das mit der Deduplication zusammenhängen.
In meinem Fall hatte ich ein Laufwerk von einem alten Windows Server 2012 eingebaut und erhielt genau diesen Fehler.
Lösung:
Auf dem Server wo das Problem auftritt unter den Server Roles-> “File and Storage Services” die “Data Deduplication” installieren. Danach war der Zugriff auf die Daten wieder möglich.

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AltGr Taste funktioniert nicht

November 13th, 2015 No comments

Ich hatte gerade ein sehr nerviges Problem: Plötzlich ging bei mir die AltGr Taste nicht mehr, stattdessen musste ich immer CTRL+ALT drücken um das Zeichen zu bekommen was ich wollte. Tastaturlayout war ok eingestellt, bewusst verändert hatte ich auch nichts, also was zum Geier …

In einem Forum fand ich die Lösung für das Problem: Ich hatte eine RDP Session offen und diese scheint irgendwie mit AltGr zu interferieren.
AltGr bekam ich folgendermaßen zurück: Das RDP Fenster aktivieren, ALT+Return drücken – fertig. Danach ging die Taste wie gewohnt wieder.

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Spacewalk – Remote Commands nicht ausführbar

October 7th, 2015 1 comment

Problem:

Auf einem Spacewalk Client lassen sich Remote Commands, egal welcher Inhalt, nicht ausführen.
Im Event-Log sieht man nur folgenden Fehler: Client execution returned “Script failed” (code 1).
Auf dem Client PC sieht man per Verbose Logging (vorher OSAD Dienst stoppen):
#rhn_check -vvv

...
D: do_call script.run(27, {'username': 'root', 'groupname': 'root', 'now': '2015-10-07 16:59:08', 'timeout': 600, 'script': '#!/bin/sh\n# Add your shell script below\nlogger bla'}){'cache_only': None}
D: Sending back response(1, 'Script failed', {'output': '', 'base64enc': 1, 'process_end': '2015-10-07 16:59:08', 'return_code': 256, 'process_start': '2015-10-07 16:59:08'})
...

Lösung:
Das Problem ist auch bei Redhat schon bekannt , leider bekommt man die Lösung nicht ohne Redhat Subscription angezeit.

In meinem Fall war die Lösung recht simpel:
/var war mit der Option “noexec” gemounted

mount -o remount,exec /var

Und schon liefen die Scripts auf dem Client 😀

Update:
Alternativ kann man auch den Pfad /var/spool/rhn per Symbolic Link auf ein Device welches mit Exec-Rechten gemountet ist legen.

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Domain Controller Upgrade / Adprep hängt

January 16th, 2015 No comments

Beim Upgrade eines Domain Controller von Windows Server 2003 zu Windows Server 2008 R2 stieß ich auch folgendes Problem:
Um den Domain Forest auf die neue Struktur vorzubereiten, gibt es von Microsoft das Tool Adprep, welches sich auch der Server 2008 CD befindet.
Dieses Tool kopiert man auf den Server 2003 und führt es dort aus “adprep /forestprep”. Bei mir jedoch machte das Tool erstmal … nichts. Es blinkte der Cursor und sobald man die Eingabetaste gedrückt hat ging das Programm wieder zu und das war’s.

Die Ursache des Problems war folgende: Der Server 2003 war in englischer Sprache installiert, ich hatte aber nur eine Server 2008 CD in Deutsch zur Hand.
Das Tool Adprep ist Multi-Language, es wird aber jeweils nur die Anzeigesprache der Installations-CD mitgeliefert (gut gemacht Microsoft!). In meinem Fall hieß das: Im Programmordner lag nur ein “de-de” Verzeichnis, das Programm hat aber die Sprachdateien von “en-us” gesucht.
Das Problem war also recht einfach zu Lösen: Einfach das “de-de” Verzeichnis nach “es-us” kopiert und schon lief der Tool wie erwünscht.

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Fix: Plesk 11.5 mit NGINX und PHP-FPM WordPress URLs

January 12th, 2014 No comments

Mit dem neusten Plesk 11.5 kann man PHP direkt über Nginx ausführen lassen, was einen großen Geschwindigkeitsvorteil mit sich bringt.

Der Nachteil: Die schönen Permalinks von WordPress funktionieren erstmal nicht mehr und man bekommt 404 Fehler.

Lösung: Auf der Plesk Website für die Domain folgendes unter Web Server Settings -> Additional nginx directives eintragen:

if (!-e $request_filename){
rewrite ^(.*)$ /blog/index.php break;
}

Das gilt natürlich nur wenn WordPress wie bei mir unter domain.de/blog/ installiert ist. Sollte es direkt im Root installiert sein, müsste der Code so aussehen:

if (!-e $request_filename){
rewrite ^(.*)$ /index.php break;
}

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Android Klingeltöne

March 13th, 2013 No comments
  • In Android kommen Klingeltöne in den Ordner “Ringtones” (wer hätte das vermutet…)
  • Klingeltöne für Benachrichtigungen (wie z.B. SMS) müssen jedoch in den Ordner “Notifications”, um im Menü aufzutauchen
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SSD Partition Alignment anpassen

October 31st, 2012 No comments

Bei einer SSD (und den neuen 4k-Sektor Festplatten) sollte die Partition für maximale Performance idealerweise an der Sektorgröße ausgerichtet werden, Erklärung siehe z.B.: http://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Partition_Alignment

Bei einer Neuinstallation macht Windows 7 das völlig automatisch, wenn man jetzt aber z.B. eine alte Festplatte auf eine SSD cloned kann das schiefgehen. Um die Partiton nachträglich anzupassen gibt es viele kostenpflichtige Tools und wenig komfortable kostenlose Tools.
Ich habe meine Anpassung mit dem Tool MiniTool Partition Wizard vorgenommen, das Tool ist super komfortabel UND kostenlos – ein großes Lob an den Hersteller!

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Vmware ESXi 5 USB Boot Problem

July 9th, 2012 No comments

Einen garnicht so alten Server von Vmware ESXi 3.5 auf ESXi 5 zu aktualisieren kann schwerer werden als man denkt: Die Installation lief problemlos durch, aber nach dem Reboot sagte das BIOS des Servers nur “No bootable device found”.
Ich habe alles erdenkliche versucht, X-mal neuinstalliert – half alles nichts.

Der Grund ist folgender: ESXi 5 verwendet standardmäßig das neue GPT Partitionslayout. Das Mainboard des Servers konnte damit aber nichts anfangen, also war der USB Stick mit ESXi für ihn nicht bootfähig.

Lösung: Man muss dem Installer mitteilen, dass man gerne das alte MBR Schema hätte. Das geht folgendermaßen:

  • ESXi Installations CD einlegen, von CD booten
  • Es erscheint das Optionsmenü, hier natürlich die ESXi Installation wählen
  • Jetzt kommt nochmal ein Menü und hier Shift-O (keine Null) drücken
  • Jetzt den Parameter formatwithmbr anhängen (die komplette Zeile heisst am Ende also runweasel formatwithmbr)
  • Ganz normal die Installation durchführen
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